Neuigkeiten

20.07.2017 10:46

Cairns Museum feiert große Wiedereröffnung

Das Museum wurde zwei Jahre renoviert und komplett rundumerneuert. Nun öffnet das Haus in frischem Glanz. Besucher erfahren Wissenswertes über die Entwicklung der Stadt und der gesamten Region

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17.07.2017 09:56

Im Westen viel Neues

In Westaustralien wächst das touristische Angebot stetig und mit ihm die Besucherzahlen

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Sydney-Blog

12.07.2017 08:31 von Barbara Barkhausen

Port Stephens - Wo die Delfine planschen

Heute schicke ich euch sonnige Feriengrüße aus dem “bitterkalten” 20 Grad Winter hier in Australien.

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Bildung Down Under

01.10.2015 10:48 von Torben Brinkema

Australische Unis planen für die Zukunft

Fit für die Zukunft: Im schottischen Glasgow trafen sich Mitte September rund 5.000 Hochschulvertreter aus 90 Ländern.

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11.08.2015 12:39 von Redaktion

Mehr Erfolg in der Forschung ist gewünscht

Die Regierung Australiens wünscht sich, dass die Forschung an ihren Universitäten einen größeren Erfolg einfährt.

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Geschichte der Schafzucht in Australien

Jeder hat wohl diese romantischen Vorstellungen im Kopf von riesigen Schaffarmen im australischen Busch mit Schafzüchtern, die nach einem anstrengenden Tag gemütlich am Lagerfeuer sitzen. So richtig idyllisch, was die Leute auf dem Land so treiben. Kennt doch jeder jeden und hält gerne mal einen kleinen Schnack. Doch in der Landwirtschaft ist es natürlich genau so wie in jedem anderen Betrieb der Welt. Im Vordergrund steht die Gewinnerzielungsabsicht.

 

Wie hat sich das Wollgeschäft in Australien entwickelt?

 

1788 traf das erste Schaf in Australien ein.

 

1807 wurde der erste Ballen Wolle nach England exportiert.

 

1830 lebten bereits um die zwei Millionen Schafe in Australien.

 

1843 gab es erste organisierte Wollauktionen.

 

1847 wurde, um lokalen Farmern den Absatz zu erleichtern und die Verkaufspreise für ihre Schafwolle zu maximieren, eine regelmäßig stattfindende Wollauktion in der Innenstadt von Melbourne, Victoria gegründet. 1892 gab es 106 Millionen Schafe in Australien.

 

1914 wurden fast die gesamten Wollvorräte bei Auktionen gehandelt.

 

1957 wurde ein Kontrollorgan etabliert, welches die Qualität der Wolle für den Export bewertete.

 

1970 gab es 180 Millionen Schafe in Australien. Bei den Auktionen, die in Sydney, Melbourne, Fremantle, Newcastle und Launceston stattfinden, werden 85 Prozent der australischen Wolle verkauft, davon gehen heute 70 Prozent nach China.

 

Und heute?

 

Die Bauern züchteten den Schafen Hautfalten an, sodass man mit ihnen möglichst viel Wolle gewinnen kann. In diesen Falten sammeln sich Schweiß und Urin, dies zieht Fliegen an. Um die Schafe vor dem Befall der Fliegenmadenkrankheit zu schützen, werden ihnen große Hautstücke rund um den Schwanz weggeschnitten, ohne Narkose. Einmal vernarbt können Fliegen in diese Stellen keine Eier mehr legen. Die legen dann oft Eier in die offenen Wunden. Die schmerzhafte Prozedur wird Mulesing genannt.

 

Tierschützer setzen sich weltweit für eine bessere Behandlung der Schafe ein. Unternehmen wie H&M, Adidas und Hugo Boss nutzen zur Fertigung ihrer Ware keine Wolle von Schafen, die gequält wurden. Die Australian Wool Innovation (AWI) hat darauf reagiert und zugesagt, das Mulesing Ende 2010 auslaufen zu lassen und andere Methoden zur Überwachung des Fliegenbefalls einzusetzen. Bis auf schöne Worte ist bis heute jedoch leider nichts passiert. Die AWI behauptet, dass Alternativen zu Mulesing nicht ausreichend entwickelt wären, dass Schafe deshalb anfällig für Fliegenbefall bleiben oder dass Schafzüchter die Branche verlassen würden. Damit hat sich das Thema erledigt. In Neuseeland, Südafrika, Südamerika und Deutschland teilt man diese Einstellung nicht, dort gibt es kein Mulesing.

 

Tipp: Verbraucher können mit ihrem Verhalten das Schicksal der Schafe bestimmen. Fragen Sie beim Kauf von Wolle und Wollprodukten nach deren Herkunft. Erkundigen Sie sich, ob die Ware von gequälten Schafen stammt. Wenn dem so ist, Finger weg und somit die Tierquälerei beenden. Stellen Sie sich darauf ein, dass VerkäuferInnen in Australien nicht gerne über das Thema sprechen.

 

Text und Photo: Dorothée Lefering